Verkehrsverein Schuld, Schuld Gemeinde, Römervilla Schuld Geschichte
Verkehrsverein Schuld
Verkehrsverein Schuld

Unsere Geschichte und Kultur ist dokumentiert mit den Kelten, dem rö-mischen Gutshof, der Pfarrkirche und der Schornkapelle.

 

 

Tourist Information:

Bäckerei Schlösser         seit 1909

Inh. Cornelia Schlösser

Stehcafé

Hauptstraße 22

53520 Schuld

Telefon 02695 – 836

 

Ladestation für Elektro-

fahrräder

Eine Ladestation für Elektrofahrräder finden Sie auf dem Festplatz an der  Hauptstraße. Somit können unsere Radler-

gäste bei Ihrer Rast gleichzeitig Ihren Radakku aufladen.

Fahrradservice

Dirk Hupperich Kfz-Werkstatt

Ahrstraße 3 a
53520 Schuld

02695 - 93 15 24

 

Grundstück in Schuld

Immobilien-Skiba

 

Aktuell:

 

 

Sierscheider Opernsommer

 

 

Freilichtbühne Schuld

2018:  70 Jahre Frei-lichtbühne Schuld / Ahr.

Ab 30.06. bis 05.08.2018

Der gestiefelte Kater - sieben Leben

Eine spannende Aben-teuergeschichte für kleine und große Kinder nach dem Märchen der Brüder Grimm von Jan Bodinius.

 

 

Vorankündigung:

Vortrag: das Blutgericht

Schuld. Referent

Hans Jürgen Kuy

 

 

Vorankündigung:

2019: 100. Gründungs-jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Schuld.

 

 

Vorankündigung:

Die Steinreiche Eifel

Band 3 von Walter Müller

bald im Handel.

 

siehe hier:

 

 

Ehrungen:

Eheleute Inge und Hans Eschenbach aus Chicago/ USA 10 Jahre Gast im Hotel zur Linde.

Eheleute Corrie und Cees Hardenbol Ridderkerk /  Niederlanden 35 Jahre Gast im Hotel zur Linde.

Ehrung 05. Dezember 2015 durch den Verkehrsverein Schuld und Hotel zur Linde.

 

 

Hochwasser:

Am 21. Juli 2014 waren 210 Jahre verflossen, seit das Ahrtal samt einigen Nebentäler von einem äußerst folgenschweren Hochwasser heimgesucht wurde.

 

Nach Dr. Hans Frick

1893 - 1960

 

 

01.05.2014 bis 01.11.2014 366263

Die Ahr wurde von Bonn aus entdeckt, von den Professoren und Studenten.

Harry Lerch.

 

 

 

Jean Nicolas Ponsart 1788-1870.

Bereiste das Ahrtal bereits Anfang des 19. Jahrhunderts.

 

Das Ahrtal auf liebevollen Lithographien.

 

Quelle: AW-Wiki..

 

 

 

 

Ernst Weyden 1805-1869.

Das Ahrtal,

Ein Führer von der Mündung der Ahr bis zu ihren Quellen.

 

Mut freundlicher Genehmigung 

Das rheinland-pfälzische Digitalisierungsportal dilibri.

 

Habicht Verlag Bonn 1839.

 

 

 

Philipp Wirtgen 1806-1870.

der die Landschaft an der Oberen Ahr als erster einem breiteren Publikum bekannt machte.

In seinem "Leitfaden für Reisende" mit dem Titel "Das Ahrtal und seine sehenswertesten Umgebungen" heißt es 1839: "Sehr gewöhnlich sieht das Thal bis halbwegs Schuld aus. Der Pfad führt über die Höhe durch Wald und Gebüsch, hier und da durch Geländer gestützt, und in der Tiefe erblickt man die Ahr. Der Fahrweg geht durch das Tal und den Fluß."

 

Wirtgen beschäftigte sich insbesondere mit Floristik, Pflanzengeographie und Bodenkunde des Rheinlands.

Ausschnitte seiner wissenschaftlicher Tätigkeit.

 

Quellen:

Im Schatten der Teufelsley, Menschen und Geschichten von der Oberen Ahr, Geo T. Mary..

Das rheinland-pfälzische Digitalisierungsportal dilibri..

Siehe auch.:

und..

AW Wiki.

 

 

 

Gottfried Kinkel  1815-1882.

                                                             -355-

...Thale, das einen Büchsenschuß vom Flusse entfernt liegt Von da ist es drei Viertelstunden bis Schuld: man wähle nicht dahin den Fahrweg, der drunten im Thale der mehrmals über vielmehr durch die vielgewundene Ahr setzt und für den Fußgänger oft Bedenken hat, besonders im Frühjahr,  wenn die sogenannten Notbrücken aus großen ins Wasser geworfenen Steinen noch nicht gelegt sind. Aber davon abgesehen ist jedenfalls anmuthiger der Fußsteig, der links den Berg hinanzieht und erst dicht vor Schuld jäh wieder abfällt. Man wird bald einen veränderten landschaftlichen Charakter bemerken. Schroffe metallreiche Felszüge engen den Strom ein und zwingen ihn zu den schärfsten Krümmungen. Auch das Volk wird schöner. Ich sah sie einst an einem Sonntagmorgen dort herabsteigen: die Männer hoch und stark gebaut, in blauem Tuchwams und gleichfarbigen Samthosen, die bunte Weste mit blinkenden Knöpfen besetzt, vor Allem aber schön die  Mädchen mit den dunkelbraunen katholischen Augen und dem lustig lachenden Antlitz. Aus diesem Strich, der wenig gutes Ackerland  zwischem dem starren Felsgrund besitzt, dessen Wiesen im Jahr 1804 durch die große Überschwemmung versandet worden sind, wo aber dennoch bei einfachem Hirtenleben und schmaler Pflanzenkost ein starker Stamm sich hält - aus diesem Theile des adenauer Kreises sind bis jetzt die meisten Auswanderer gekommen, und gewiß, sie bringen eine tüchtige gesunde Kraft nach Amerika hinüber. Den Felspfad aufwärts gelangt man zur Schornkapelle einem der schönsten Punkte der ganzen

                                                                -356-

Ahr. Fast völlig senkrecht stürzt unter der Kapelle die graue Steinwand ins Thal hinunter, von Gestrüpp bedeckt; aus der Tiefe braust der Fluß herauf, der hier mit starker Windung gegen den Felsen stürzend dennoch von diesem wieder linkshin abgelenkt wird. Gegenüber starrt eine gleiche steile Felswand,von Schichten weißen Gesteins fast senkrecht durchzogen, empor. Unten aber im Thal auf einem mächtigen Ausläufer des Felsen, auf dem wir stehen, liegt Schuld mit seiner Kirche;  seine Häuser schauen nach allen Richtungen in den Fluß hinab, der das Dorf wie eine Festungsbastion von drei Seiten umwindet. An der Kirche vorbei, die unbedeutend, aber sehr alt ist, kommt man in den Ort: man versäume nicht den Gastwirth Hoffmann zu besuchen, weniger wegen der Bewirthung, obwohl auch die leiblich und sogar Nachtquartier zu haben ist, als um sich aus dem Hinterfenster des Hauses an dem Blick ins Thal und auf die steile Wand der Schornkapelle zu laben, die uns an diesem Punkte gerade gegenüberliegt. Das Dorf ist sehr arm, obwohl es schönes Vieh  und ausgedehntes Gemeindeland besitzt. Die Verbindung mit dem Rheine fehlt, so daß z.B. das Holz hier nur ein Drittel  soviel gilt, als in dem acht Stunden entfernten Rheintal: eine Straße, die auch das ganze obere Ahrthal von Dümpelfeld bis Blankenheim durchschnitte, könnte alles bessern, obwohl sie freilich gerade hier bei den Feslen von Schuld ihre Hauptschwierigkeit finden würde  nur durch sie könnte auch der Bergwerksbetrieb in solchen Schwung gebracht werden, wie diese metallreichen Berge es verdienten. Denn schon jetzt blühen...

"Die Ahr
Landschaft, Geschichte und Volksleben
zugleich
Ein Führer für Ahrreisende".

 

Quelle: Das rheinland-pfälzische Digitalisierungsportal dilibri.

 

Siehe auch.:

 

 

 

Jakob Rausch, Rektor a.D. 1889 - 1986.

 

Schuld, seine vier Hundschaften und seine drei Grundherren.

"Die fränkischen Gaue zerfielen in Hundertschaften. Jede Hundertschaft zählte durchweg hundert freie Bauern. Der Vorsteher einer Hundertschaft hieß Centenarius, hunde, hunne, huone, honne . . . Später aber waren dem Centenarius, dem Honnen, aber keine hundert freie Bauernhöfe mehr unterstellt. Er war nur Unter-Richter und Verwalter eines kleinen Bezirkes. So zählten die vier Hundschaften von Schuld insgesamt keine hundert Bauern.

Zu den vier Hundschaften von Schuld gehörte das ganze Kirchspiel mit den Orten Schuld, Insul, Harscheid, Sierscheid, Schornkapelle 'und Winnerath.

Da das Hauptgericht der vier Hundschaften in Schuld tagte, so liegt es nahe, den Namen „Schuld" vom Gerichtswesen herzuleiten, so wie der Name „Schultheiß" (Scholtes, Schulze) tatsächlich davon seine Bezeichnung hielt.

Gerhard Mürkens aber gibt uns in seiner interessanten und aufschlußreichen Schrift „Die Ortsnamen des Kreises Ahrweiler" auf Seite 32 eine andere, wohl zutreffende Erklärung. In der Grenzbeschreibung des Pfarrbezirkes Reifferscheid aus dem Jahre 975 heißt der Ort „Scolta", und im 13. Jahrhundert wird er „Scoulta" genannt.

In diesem Wort stecken zwei Stämme: Scolt und aha. Scolt = krumm, aha (Ahr) = fließendes Gewässer.

Also heißt „Scolta" = krumm fließendes Gewässer. Ja, die fast zwanzig Meter über dem Fluß liegende Dorfterrasse zwingt die Ahr zu einer Krümmung, zu einer Schlinge,. zu einem Mäander.

Schuld gehörte, wie auch Adenau, seit der Frankenzeit zum Eifelgau. Nach Zerfall der Gauverfassung wurden um das Jahr 1100 die Grafen von Are Landesherren. Als die Grafschaft Are um 122o in drei Grafschaften: 1. Are (Altenahr), z. Nürburg und 3. Neuenahr zerfiel, blieb Schuld bei der Grafschaft Nürburg. Während die Grafschaft Are durch Erzbischof Konrad von Are-Hochstaden schon 1246 zum Erzstift Köln kam, fiel die Grafschaft Nürburg durch Aussterben dieses Grafengeschlechtes erst 1276 an das Erzstift. So waren die Erzbischöfe von Köln 1276 bis 1794 bzw. 1803 auch die Landesherren von Schuld. Schuld unterstand dem kurkölnischen Amtmann von Nürburg. Auch die Schultheißenämter Adenau, Reifferscheid mit Vogtei Barweiler, Welcherath und Ürsfeld und die Unterherrschaft Kaltenborn mit der Hohen Acht gehörten zum Amte Nürburg.

Außer dem Kölner Erzbischof verzeichnet das Schulder Weistum vom Jahre 1368 noch zwei weitere Grundherren: den Domdechanten von Köln und den Ritter Rollmann von Sinzig.

Schon im Anfang des 13. Jahrhunderts übertrug Erzbischof Engelbert I. den Zehnten von Rodungen an dem Schulder Walde dem Domstift. Ebenso wie die Kölner Domherren den „St. Peter" in Walporzheim besaßen, so gehörten ihnen auch bis zur Franzosenzeit (1794) diese Rechtsame in Schuld. Rechtsnachfolgers des Ritters Rollmann von Sinzig wurde Ritter Rollmann von Dadenbergh, der aber seinen Anteil 1387 an das Johanniterhaus in Adenau verkaufte. So waren im späten Mittelalter bis zur Neuzeit der Erzbischof von Köln, der Dechant des Domstiftes und der Johanniterorden in Adenau die Herren der vier Hundschaften von Schuld.

Im Düsseldorfer Staatsarchiv befindet sich ein Weistum der vier Hundschaften Schuld aus dem Jahre 1368.

  1. Demgemäß wurde das Hochgeding am Tage nach St. Johannis (z4. 6.) gehalten.
  2. Als Vertreter des Erzbischofs Coene von Valkenstein waren zugegen der Amtmann von Nürburg, Edelherr Dietrich von Broich zu Daun und seine beiden ihm unterstellten Truchsessen Konrad von Abthusen und Cruse von Daun.
    Das Kölner Domstift war vertreten durch Dechant Edelherr Simon von Solnisse. Wilhelm Rollmann von Sinzig vertrat seine und die seines jülichschen Lehnsherren.
    Hier, am 25. Juni, handelte es sich
    um ein feststehendes, also „unaufgebotenes" Ding, wozu nicht besonders eingeladen wurde.
  3. Sollte aber zudem noch ein „aufgebotenes" Ding stattfinden, dann hat der „Oberhonne" von Schuld nach Beratung mit den drei Herrschaften an drei aufeinanderfolgenden Sonntagen nach dem Hochamte in Schuld das „Ding aufzurufen. Am Morgen des Dingtages läßt er dreimal die Glocken läuten, für jeden Herrn einmal.
  4. Das Kirchspiel zahlt 3,5o Mark Gerichtskosten. Jeder der drei Herren erhält eine Mark, die drei Knechte der Schultheißen erhalten jeder 2 Schilling.
  5. Die drei Gerichtsherren haben gleichen Anteil an der Fischerei, den Maihämmer und dem Wildbann.
  6. Wird in den vier Hundschaften das „feiantgeschrei" anläßlich eines Unheiles (Brand, Wassernot, Raubgesindel) erhoben, so haben sich die Männer auf dem „Huesten" einzufinden; sie haben den Anweisungen des Nürburger Amtmannes zu folgen. Jedoch kehrten die Männer am gleichen Tage vor Sonnenuntergang in ihre Häuser zurück.
  7. Werden auf dem Schloß Nürburg Bauarbeiten vorgenommen, .so sind die Bauern der vier Schulder Hundschaften verpflichtet, den Sand nach Nürburg zu fahren. Wer sich an diesem Fahren beteiligt, ist im Laufe des Jahres von weiteren Frondiensten befreit.
  8. Die Bewohner der vier Hundschaften besitzen dieselben Rechte und Freiheiten wie die Leute von Nürburg.
  9. Wird in den vier Hundschaften ein Missetäter ergriffen, so wird er zunächst in das Burggefängnis der Nürburg gebracht. An dem von drei Herren festgelegten Gerichtstage wird der Missetäter nach Schuld geführt; wo unter der Gerichtslinde drei Herrenbänke stehen.
    Zunächst richten die Geschworenen aus den vier Hundschaften über „die mißtätigen Leute nach ihrem Wirken und Verdient", und dann sollen die drei gleichrangigen Herren das Urteil fällen.

Dieses Weistum von 1368 ist in einer Abschrift von 163i erhalten, die zwei Juristen herstellten. Es sind dies der öffentliche Notar Hilger Gürtzgen und der Notar Adolf Karch, der zugleich auch Aktuarius des Kölner Domstiftes in Schuld und Prätor (Amtmann) in Gelsdorf war".

 

Quelle:

Foto & Text: Kreis Ahrweiler.

 

 

 

Durch das Prümer Tor fuhren einst...

...die Prümer Lehnsleute des Ahrgaues ihre Zehnten und Abgaben auf zweiräderigen Karren durch eine flache Furt des Ahrbettes durch die Mutscheid nach Münstereifel. Am nächsten Tag wurde diese Prümfahrt von Münsterfeifel über Gerolstein fortgesetzt.

Dieses „Prümer Tor" hat eine Breite von 6-8 m und eine Höhe von 12m.

 

Foto:   Frau Angelika Halbig..

Quelle: Text Kreis Ahrweiler.

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